Anja

Manchmal verlieren wir uns ein Stück auf unserem Weg.
Im Funktionieren, im Tragen, im Kümmern und in all den Erwartungen, die das Leben an uns stellt.

Wir werden stiller für uns selbst, während wir im Außen immer weiter machen.

Ich kenne diesen Weg sehr gut.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich sehr viel getragen habe – Familie, Verantwortung, meine Selbstständigkeit und persönliche Krisen. Nach außen habe ich funktioniert, im Inneren habe ich mich dabei immer mehr von mir selbst entfernt.

Ich habe gespürt, wie leicht wir uns verlieren können, wenn wir nur noch halten und kaum noch wahrnehmen, was wir selbst eigentlich brauchen.

Die Natur als Lehrerin

Und gleichzeitig hat genau diese Zeit etwas in mir geöffnet.

Die Natur wurde mehr und mehr zu einer Begleiterin und Lehrerin für mich. Sie erinnert mich daran, dass wir nicht immer stark sein, leisten oder blühen müssen.

Dass es Zeiten des Wachstums gibt und Zeiten des Rückzugs.
Zeiten, in denen wir festhalten, und Zeiten, in denen wir loslassen dürfen.

Alles hat seinen Rhythmus. Alles darf sich wandeln.

Einer der prägendsten Momente war für mich während meiner dritten Schwangerschaft am Meer.

Ich hatte meinen ganzen Körper mit dunklem Moortorf eingerieben und lag in der Sonne, während der Torf langsam auf meiner Haut trocknete. Ich spürte die Wärme, die Erde auf meiner Haut und meinen Körper ganz bewusst.

Danach ging ich ins Meer.

Es war viel Wellengang und ich ließ das Wasser immer wieder um mich herumspülen. Je weiter ich hineinging, desto deutlicher spürte ich diese unglaubliche Kraft der Wellen – wild, lebendig und zugleich tragend.

Als ich aus dem Wasser kam, war diese Kraft noch immer in mir.

Ich wusch den Torf von meiner Haut, legte mich in den heißen Sand, schloss die Augen und spürte die Erde unter mir, die Wärme, das Meer und mein Kind in mir.

In diesem Moment wurde mir auf einer ganz tiefen Ebene bewusst, wie viel Kraft in der Natur liegt – und wie viel Kraft auch in mir lebt.

Ich trug dieses kleine Leben in mir und hatte gleichzeitig das Gefühl, selbst etwas lernen zu dürfen.

Fast so, als würde mein Kind mich daran erinnern, meinem Körper zu vertrauen, mich tragen zu lassen und wieder wahrzunehmen, dass auch ich Teil dieser Natur bin.

Verkörperung und Selbstbestimmung

Diese Erfahrung hat etwas in mir verändert.

Auch die Geburt meines dritten Kindes hat dieses Gefühl noch einmal tief in mir verankert.

Für mich war sie eine Erfahrung von Vertrauen, Verkörperung und Selbstbestimmung.

Sie hat mich daran erinnert, wie kraftvoll es sein kann, die eigene Stimme zu hören, dem eigenen Körper zu vertrauen und sich selbst wieder wirklich zu spüren.

Was heute in meine Arbeit fließt

Diese Erfahrungen prägen heute meine Arbeit.

In meinen Räumen begleite ich dich dabei, aus dem Funktionieren wieder ins Spüren zu finden, deinen Körper bewusster wahrzunehmen und deinem eigenen Rhythmus wieder näherzukommen.

Yoga, Meditation, Körperarbeit, Ayurveda, Klang und die Natur dürfen dabei Wege sein, die dich zurück zu dir führen.

Es geht mir nicht darum, dir zu sagen, wie dein Weg aussehen soll.

Ich möchte Räume öffnen, in denen du langsamer werden darfst.
In denen du dich wieder hören kannst.
In denen du dich erinnern darfst, was dich trägt, was in dir lebendig ist und welche Kraft bereits in dir wohnt.

Ein besonderer Teil meiner Arbeit gilt Frauen.

Frauen, die viel tragen, viel halten und sich selbst dabei manchmal aus dem Blick verlieren.

Ich möchte sie darin begleiten, wieder bei sich anzukommen, ihre eigene Stimme wahrzunehmen und ihre Kraft auf ihre ganz eigene Weise zu verkörpern.

Nicht höher. Nicht weiter. Nicht perfekter.

Sondern verbundener.

Mit dir selbst.
Mit deinem Körper.
Mit deiner inneren Wahrheit.
Und mit der Natur, deren Teil wir alle sind.

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